Magnetfeldtherapie

Definition

Bei der Magnetfeldtherapie (MFT) werden die Patienten mit Hilfe eines speziellen Geräts einem permanenten oder pulsierenden Magnetfeld ausgesetzt, um Beschwerden zu lindern.

Herkunft

Das Phänomen des Magnetismus war bereits in antiken Kulturen bekannt. So wurden im alten China eiserne Dauermagneten zu Heilzwecken benutzt, und auch die Ägypter, Griechen und Römer setzten Magnete zur Behandlung von Krankheiten ein. Im 16. Jahrhundert empfahl Paracelsus den Einsatz von Magneten bei einer Vielzahl von Erkrankungen.

Ende des 19. Jahrhunderts gelang es erstmals, künstliche Magnetfelder zu erzeugen. Dazu liess man elektrischen Strom durch eine Spule fliessen. Die moderne Magnetfeldtherapie geht vor allem auf den deutschen Arzt Oskar Gleichmann (geboren 1893) zurück. Gleichmann erforschte während der 1960er-Jahre die therapeutischen Wirkungen von Magnetfeldern und entwickelte eine Induktionsspule, die ein pulsierendes Magnetfeld erzeugte. Damit behandelte er vor allem Knochenbrüche. Gleichmanns Gerät war der Vorläufer aller aktuell gebräuchlichen Magnetfeldapparate. Die Magnetfeldtherapie kann heute auch mittels magnetischer Gegenstände wie zum Beispiel Ketten und Amulette, die am Körper getragen werden, individuell durchgeführt werden.

Grundlagen

Die Lehre von den Magnetfeldern wird als Magnetismus bezeichnet. Magnetfelder entstehen in der Umgebung von Magneten und elektrischen Strömen. Es ist nicht genau bekannt, welche Auswirkungen Magnetfelder auf den Organismus haben, allerdings weiss man, dass das Verhalten mancher Tiere durch das Magnetfeld der Erde beeinflusst wird (zum Beispiel die Flugrichtung verschiedener Zugvögel).

Laut der Theorie der Magnetfeldtherapie schwingen die verschiedenen Zellen des Organismus und die einzelnen Organe mit bestimmten, unterschiedlichen elektromagnetischen Schwingungen. Wenn die Zellen geschädigt sind oder ein Organ erkrankt, verändert sich das Muster dieser Schwingungen.

Bei der Magnetfeldtherapie werden dem Patienten von aussen Schwingungen durch pulsierende oder statische Magnetfelder zugeführt. Zwischen den eingesetzten Magnetfeldern und der Bioelektrizität des Körpers soll es zu Wechselbeziehungen kommen, welche die Beweglichkeit von Elektronen und Ionen im Körper fördern und dadurch einen therapeutischen Effekt erzielen sollen.