Sophrologie Caycédienne

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Die Sophrologie Caycédienne ist eine Form der Bewusstseinsschulung, bei der verschiedene Atem- und Entspannungstechniken zu therapeutischen und präventiven Zwecken eingesetzt werden. Dem Begriff „Sophrologie“ liegen drei griechische Wörter zugrunde: „sos“ bedeutet Harmonie, Ausgeglichenheit, Gleichgewicht, „phren“ steht für Bewusstsein und „logos“ für Wort, Wissenschaft. Der Begriff bedeutet übersetzt so viel wie „die Wissenschaft von der Ausgeglichenheit des Bewusstseins“. Ziel der Sophrologie ist demnach das Erlangen einer Ausgewogenheit zwischen Körper, Seele und Geist.

Begründer der Sophrologie ist der kolumbianische Neuropsychiater Alfonso Caycedo (geboren 1932), der diese Therapieform 1960 in Madrid entwickelte. Ursprünglich basierte die Methode auf der Hypnose, von der sich Caycedo jedoch bald distanzierte, da die Hypnose das Bewusstsein verändern könne. Er studierte verschiedene westliche und östliche Denkweisen, so dass sich in der Sophrologie unter anderem Elemente aus dem japanischen Zen-Buddhismus, dem tibetanischen Tummo und dem indischen Yoga ebenso finden wie Aspekte des Autogenen Trainings und der Phänomenologie.

Aus der ursprünglichen Form der Sophrologie sind 1985 zwei Richtungen hervorgegangen: die Sophrologie Caycédienne, welche heute noch von Caycedo selbst in Andorra gelehrt wird, und die Sophrologie Bio-Dynamique, die vom Pariser Zahnarzt und Hypnotherapeuten Jean-Pierre Hubert weiterentwickelt wurde und die ursprüngliche Form der Sophrologie mittels Hypnose einbezieht. Beide Methoden sind vor allem in Frankreich und dem französischsprachigen Teil der Schweiz verbreitet.

Die Sophrologie versteht sich sowohl als Wissenschaft als auch als Philosophie des Bewusstseins und ist gleichzeitig eine Therapiemethode. Das Streben nach einer ausgeglichenen Persönlichkeit und einer harmonischen Lebensführung gehört zu den Zielen der Sophrologen. Der Geisteszustand soll dabei weniger empfänglich sein für Stress und die täglichen Auseinandersetzungen, was wiederum die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten erhöht.

Die Theorie der Sophrologie geht von drei Bewusstseinsebenen aus: der Wach- und der Schlafebene sowie der sogenannten „sophroliminalen“ Ebene. Letztere ist ein Zustand zwischen Wach- und Schlafebene, der sich durch tiefe Entspannung und gesteigerte Erlebnisfähigkeit auszeichnet. Die sophrologische Behandlung zielt darauf ab, diesen sophroliminalen Zustand selbst herbeizuführen, zu verlängern und für eine positive Beeinflussung des Bewusstseins zu nutzen.

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