Neuraltherapie (nach Huneke)

Klicken Sie in das Titelfeld, um den jeweiligen Textabschnitt zu lesen.

Die Neuraltherapie ist ein therapeutisches und diagnostisches Verfahren, bei dem lokal wirksame Betäubungsmittel gespritzt werden, um akute und chronische Schmerzen und andere Beschwerden zu lindern oder zu heilen.

Im Jahr 1905 wurde mit Procain das erste synthetische Lokalanästhetikum entwickelt; es kam unter dem Namen Novocain auf den Markt. Zwanzig Jahre später unterlief dem Arzt Ferdinand Huneke (1891-1966) ein ärztlicher Kunstfehler, der als Geburtsstunde der Neuraltherapie angesehen wird. Er injizierte seiner Migräne-geplagten Schwester ein Procain-haltiges Medikament versehentlich in eine Vene statt in einen Muskel. Unmittelbar darauf verschwanden die Migräneschmerzen völlig überraschend. Daraus entstand die sogenannte Heilanästhesie als Therapiemethode. 1940 entdeckte Ferdinand Huneke dann das „Sekundenphänomen“: Er unterspritzte eine alte Unterschenkelnarbe einer Patientin mit Procain, wodurch die Frau schlagartig von ihren chronischen Schulterbeschwerden befreit wurde. Aus dieser Beobachtung leiteten Ferdinand Huneke und sein Bruder Walter die Erkenntnis ab, dass Krankheiten durch sogenannte Störfelder ausgelöst und unterhalten werden können. Derartige Störfelder sollen sich vor allem in den Nasennebenhöhlen, den Mandeln, der Zahn-Kiefer-Region sowie in Narben befinden.

Basierend auf diesen und ähnlichen Forschungen durch andere Wissenschaftler wurde unter der Bezeichnung Neuraltherapie eine neue Behandlungsmethode entwickelt, bei der Lokalanästhetika zur Behandlung von Beschwerden gespritzt werden. Die Neuraltherapie gehört mittlerweile zu den am häufigsten eingesetzten Naturheilverfahren, die auch Ärzte mit einer Zusatzausbildung in Komplementärmedizin anwenden.

Obwohl häufig über Heilerfolge mit der Neuraltherapie berichtet wird, ist über den zugrunde liegenden Wirkmechanismus wenig bekannt. Die Wirkung der Neuraltherapie beruht nicht nur auf dem pharmakologischen Effekt der Lokalanästhetika, die unter anderem Schmerzen stillen, Entzündungen entgegen wirken, entkrampfen und Fieber senken. Vielmehr erklärt man das Wirkprinzip der Neuraltherapie mit einer Normalisierung von gestörten Regulationskreisen. Um einen Heilerfolg zu erreichen, muss in jedem Fall der Schmerzzyklus „Schmerz – Verspannung – Minderdurchblutung – Schmerz“ unterbrochen werden.

© 2017 Eskamed AG



Nach Kenntnis des EMR verwenden zurzeit die nachfolgenden Versicherer die EMR-Registrierung in irgendeiner Form.

Bitte beachten Sie, dass diese Angaben zu den Versicherern lediglich informativen Charakter haben und keinen Anspruch auf Vergütung vermitteln. Jeder Versicherer entscheidet selbst, ob er eine Methode vergütet, in welchem Umfang er Vergütungen leistet und ob er die Vergütung von weiteren oder anderen Voraussetzungen als der EMR-Registrierung abhängig macht. Jeder Versicherer kann diesen Entscheid jederzeit abändern. Wir empfehlen Ihnen daher grundsätzlich, vor Behandlungsbeginn immer eine Kostengutsprache des Versicherers einzuholen.

  • Agrisano Krankenkasse AG
  • Aquilana Versicherungen
  • Atupri Krankenkasse
  • Cassa da malsauns LUMNEZIANA
  • CONCORDIA Schweiz. Kranken- und Unfallvers. AG
  • FKB Die liechtensteinische Gesundheitskasse
  • GALENOS Kranken- und Unfallversicherung
  • Helsana Versicherungen AG
  • innova Krankenversicherung AG
  • KluG Krankenversicherung
  • Kolping Krankenkasse AG
  • KPT Krankenkasse AG
  • Krankenkasse Steffisburg
  • Krankenkasse Stoffel
  • Moove Sympany AG
  • Progrès Versicherungen AG
  • PROVITA Gesundheitsversicherung AG
  • rhenusana
  • sanavals Gesundheitskasse
  • Sanitas Krankenversicherung
  • Sodalis Gesundheitsgruppe
  • Sumiswalder Kranken- und Unfallkasse
  • Suva - Militärversicherung
  • SWICA Krankenversicherung AG
  • vita surselva
  • Vivao Sympany AG