Farbtherapie

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Bei der Farbtherapie (auch Chromatotherapie genannt) kommen unterschiedliche Farben zur Anwendung, die aufgrund der unterschiedlichen Wellenlänge jeweils ganz spezifisch den körperlichen und seelischen Zustand des Patienten bessern sollen.

Seit jeher werden Farben mit bestimmten Gefühlen, Bedeutungen oder Wirkungen in Verbindung gebracht. Bereits zu Beginn unserer Zivilisation wurden Farben genutzt, um Wohnräume zu schmücken. Farben wurden zu Ritualen und Zeremonien verwendet, sie dienten sowohl zum Schutz als auch als Zeichen des Angriffs. So durfte beispielsweise nur der Kaiser von China gelbe Kleidung tragen, und im alten Ägypten wurden Farben als magische Heilmittel verwendet. Seit der Physiker Isaac Newton 1666 entdeckte, dass das Sonnenlicht aus den Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett zusammengesetzt ist, untersuchten viele Wissenschaftler die Wirkung von Licht unterschiedlicher Wellenlänge und Farbe auf den Organismus. Einer der ersten, der sich wissenschaftlich mit der Wirkung von warmen und kalten Farben auseinandersetzte, war Johann Wolfgang von Goethe. 1810 erschien sein Buch „Zur Farbenlehre“. Die Anfänge der modernen Farbtherapie gehen auf den Amerikaner Edwin D. Babbit zurück, der mit Lichtstrahlen experimentierte und seine Erkenntnisse 1878 im Werk „Die Prinzipien von Licht und Farbe“ zusammenfasste.

Besonders im Bereich der Komplementär- und Alternativmedizin entstanden verschiedene Arten der Farbtherapie. Aber auch die Schulmedizin macht sich die heilende Wirkung von Strahlen zunutze wie etwa in Form von Infrarot- oder Ultraviolettlicht.

Farben verfügen über verschiedene Schwingungsfrequenzen. Die Farbtherapie beruht auf der Vorstellung, dass aufgrund dieser Schwingungsfrequenz zu jeder Farbe eine bestimmte Eigenschaft gehört, die sowohl den Geist als auch den Körper beeinflusst. So gilt Rot zum Beispiel als Farbe des Lebens und der Liebe. Die Farbe Rot bringt das Blut in Wallung und kann deshalb unter anderem zur Behandlung von Durchblutungsstörungen eingesetzt werden. Gelb regt dagegen den Magen und die Verdauung an, die Farbe wirkt aufheiternd, lösend, stimulierend. Grün hat eine ausgleichende, beruhigende Wirkung und kommt bei chronischen Erkrankungen zum Einsatz. Ausgehend von diesen Vorstellungen haben sich verschiedene Methoden der Farbtherapie entwickelt, zum Beispiel werden Organe, Organsysteme oder bestimmte Bereiche der Wirbelsäule einzelnen Farben zugeordnet oder die Farben mit bestimmten Tönen oder Formen in Verbindung gebracht.

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