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Der EMindex: eine Orientierungshilfe in der Erfahrungsmedizin Der EMindex ist ein Internet-Verzeichnis, mit dem interessierte Personen qualifizierte Therapeuten der Komplementär- und Alternativmedizin in der ganzen Schweiz finden können. Zusätzlich bietet der EMindex Informationen über 125 Therapiemethoden. Im EMindex sind nur Therapeuten verzeichnet, die über das EMR-Qualitätslabel verfügen. Der Markt der Komplementär- und Alternativmedizin (KAM) in der Schweiz ist gross und bisher nur wenig reguliert: Qualifikation und Berufszulassung für Therapeutinnen und Therapeuten sind nicht einheitlich geregelt, denn es gibt kaum Diplome oder Schulen, die gesamtschweizerisch anerkannt sind. Für die Patientinnen und Patienten ist es deshalb oft schwierig, sich im jetzigen Angebotsdschungel zu orientieren. Welche Therapie bewirkt was, welche Therapeuten haben eine qualifizierte Ausbildung, wer nimmt regelmässig an Fortbildungen teil und wer verfügt über ausreichend praktische Erfahrung? Über 6'000 registrierte Therapie-Anbieter im EMindex Hilfe bei der Orientierung in diesem Markt und bei der Suche nach einem qualifierzierten Therapeuten bietet der EMindex. Dieses Internet-Verzeichnis von Therapeutinnen und Therapeuten der Erfahrungsmedizin ist seit Januar 2006 unter www.emindex.ch online. Verzeichnet sind ausschliesslich Therapeuten, die das Qualitätslabel des ErfahrungsMedizinischen Registers EMR tragen. Bis heute sind bereits über 6'000 Therapeuten im EMindex eingetragen. Einfach suchen und finden Herzstück des EMindex sind die vielseitigen Suchmöglichkeiten: Therapeutinnen und Therapeuten mit dem EMR-Qualitätslabel lassen sich ganz einfach nach Name, Region, Therapiemethoden oder Stichworten suchen. Mit Hilfe des EMindex findet man zum Beispiel eine Atemtherapeutin im Kanton Aargau mit rollstuhlgängiger Praxis oder einen chinesisch sprechenden TCM-Spezialisten in Genf. Daneben bietet der EMindex Informationen über alle 125 Therapiemethoden, die vom EMR anerkannt sind: von Aderlass und Akupunktur über Feldenkrais und Osteopathie bis hin zum Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich. Der EMindex dient ausserdem allen, die sich für die Methoden der Erfahrungsmedizin interessieren, als kompetentes Nachschlagewerk auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Als einziges Angebot seiner Art wird der EMindex bereits intensiv genutzt: Seit seiner Aufschaltung im Internet verzeichnet der EMindex bis heute mehr als 3,4 Millionen Suchen das macht über 2000 Anfragen pro Tag! Unabhängiges Qualitätslabel Das ErfahrungsMedizinische Register EMR vergibt seit 1999 ein Qualitätslabel für Therapeutinnen und Therapeuten der Komplementär- oder Alternativmedizin. Damit ein Therapeut das Qualitätslabel des EMR erhält, muss er folgende Kriterien erfüllen: abgeschlossene Ausbildung mit einer definierten Zahl Ausbildungsstunden in Schul- und in Erfahrungsmedizin, jährlicher Nachweis einer kontinuierlichen Fortbildung, Dokumentation einer ausreichenden Berufserfahrung, berufsmässige Ausübung der therapeutischen Tätigkeit, Anerkennung der Auskunftspflicht gegenüber Patientinnen und Patienten sowie das Führen von Patientendokumentationen. Heute fordern die meisten Versicherer, die im Rahmen einer Zusatzversicherung Leistungen der KAM erstatten, von den Therapeutinnen und Therapeuten einen Eintrag im ErfahrungsMedizinischen Register EMR, weil damit eine definierte Qualität der Therapeuten gewährleistet ist. Grundlage für Versicherungsleistungen Die Tatsache, dass ein Therapeut ein EMR-Qualitätslabel hat und im EMindex aufgeführt ist, bedeutet nicht zwingend, dass seine Leistungen von einem Krankenversicherer vergütet werden. Jeder Versicherer entscheidet selbst und unabhängig vom EMR, welche Methoden er vergütet, in welchem Umfang er die Therapiekosten und/oder Heilmittel vergütet und ob er die Vergütung vom EMR-Qualitätslabel und/oder anderen Voraussetzungen abhängig macht. Die Vergütung von Leistungen aus dem Bereich der KAM ist somit abhängig von der Versicherungspolice, dem Krankenversicherer und der Behandlungsmethode. Patienten sollten daher vor Beginn einer KAM-Behandlung immer bei ihrem Krankenversicherer eine Kostengutsprache einholen.
ErfahrungsMedizinisches Register EMR, 4. März 2009 |
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